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Girokonto PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: broe   
Montag, 08. Februar 2010 um 19:57 Uhr

Girokonto

 

Ohne ein Girokonto kann der Mensch in einer modernen Gesellschaft nicht mehr handeln. Für alle Aktionen die irgendwie mit Geld zu tun haben, vom Kauf einer Tüte Chips einmal abgesehen, wird ein Girokonto benötigt.

 

Ein Girokonto ist eine unverzichtbare Grundlage zur Teilnahme am Wirtschaftsleben.

Das Girokonto kann als der Standard im privaten und geschäftlichen Geldverkehr bezeichnet werden.

 

 

Der Bargeldverkehr nimmt immer weiter ab. Nahezu alle Bewegungen des modernen Geldverkehrs werden über eine Form des Girokontos abgewickelt:

 

  • Lohn-/ Gehaltsüberweisungen, staatliche Beihilfen, Renten

  • Zahlungen aller anfallenden finanziellen Verpflichtungen

  • Einzug (Lastschrift) von laufenden Kosten für z.B. Telefon, Energie, Versicherungen usw.

  • Daueraufträge/ Überweisungen für gleich bleibende, sich wiederholende Zahlungen

  • kurzfristige Kredite ohne Formalitäten (Dispositionskredit)

  • Bargeldlose Zahlungen mit Maestro/ EC oder Kreditkarte

  • Bargeldlose Zahlungen im Internet (Bankeinzug, PayPal, Kreditkarte)

  • Verwalten der Finanzvorgänge online (Online-Banking)

 

Girokonten werden von allen Banken und Sparkassen angeboten. Es gibt unterschiedliche Formen und Verfügungsberechtigungen für ein Girokonto.

 

 

Die meisten Menschen haben bereits frühzeitig, im Kindesalter, ein Girokonto. Diese Girokonten werden von den Banken als Schüler- oder Taschengeldkonto geführt und haben in der Regel eingeschränkte Funktionen und Verfügungsberechtigungen.

Später hat jeder in der Regel ein sogenanntes Kontokorrentkonto als Form des Girokontos. Hierbei wird dem Kontoinhaber von der Bank ein auf seine Bedürfnisse angepasster "Dauerkredit" eingeräumt. Der sogenannte Überziehungskredit oder Dispositionskredit.

 

 

Diesen Kredit lassen sich Banken und Sparkassen durch Zinsen und Gebühren gut bezahlen.

Kosten entstehen seit neuestem auch wenn der Kredit in Form einer Kontoüberziehung gar nicht in Anspruch genommen wird.

Weitere Kosten entstehen durch die Haltung und Führung des Girokontos. Diese Tätigkeit lassen sich die Banken durch sogenannte Grundgebühren und Kontoführungsgebühren bezahlen.

Sie können einen festen Satz haben oder unterschiedlich hoch sein, je nach Aufwand und Anzahl der Geldbewegungen auf dem Konto.

 

Es gibt auch Banken, insbesondere im Onlinebereich, die gänzlich auf Kontoführungsgebühren verzichten.

 

Hier sollte das Angebot genau geprüft werden. Oft ist die Voraussetzung für eine kostenlose Kontoführung, dass jeden Monat ein bestimmter Umsatz getätigt wird.

 

 

Eine Verzinsung von Guthaben auf einem Girokonto findet in der Regel nicht statt. Bei einigen Banken und Sparkassen gibt es eine geringe Verzinsung ab einem bestimmten Guthabenbetrag.

 

 

 

Grundsätzlich sollte jeder Mensch ein Girokonto besitzen damit er am Wirtschaftsleben teilnehmen kann.

Ein Girokonto darf von jedem mündigen Bürger ab dem Erreichen der Volljährigkeit eröffnet werden.

Minderjährige dürfen ein Girokonto dann eröffnen, wenn die gesetzlichen Vertreter, also im Normalfall die Eltern, der Kontoeröffnung zustimmen. In diesen Fällen darf das Konto allerdings bis zum Erreichen der Volljährigkeit nur als so genanntes Guthabenkonto genutzt werden und ggf. muss der gesetzliche Vertreter jeder Kontobewegung zustimmen.

 

Girokonten dürfen nur von natürlichen Personen eröffnet werden.

Eine Legitimation durch einen Ausweis oder einen Reisepass ist immer notwendig. Auch wenn das Konto online eröffnet wird, ist dieser Identitätsnachweis zum Beispiel mittels Post-Ident Verfahren zu erbringen.

 

 

Zusammenfassend kann man festhalten, dass es sich beim Girokonto um ein sehr vielseitig nutzbares und flexibles Finanzinstrument handelt. Die Vielfalt der Angebote erfordert allerdings ein sorgfältiges Auswählen des Kreditinstituts. Wegen der unterschiedlichen Gebührenstrukturen und Nutzungsmöglichkeiten kann es hier schnell zu einem ungünstigen Vertragsabschluss kommen und eine Wechsel zu einem anderen Anbieter kostet Zeit und Geld.

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, 08. Februar 2010 um 20:48 Uhr